Ruhestand I
Refrain:
Endlich bin ich im Ruhestand, in dem ich meine Mitte fand.
Was ich jetzt tu’, sag ich allein. Ein „Muss“ das muss jetzt nicht mehr sein.
Ein „Ich“ und „Du“ wird jetzt zum „Wir“. Lieben das Leben jetzt und hier.
Wir machen uns die Träume wahr. Nebel zieht fort, Zukunft wird klar.
So viele Jahre bin ich rumgerannt. Mir Zeit zu nehmen, hab’ ich nicht gekannt.
Ich wollte da sein, wenn ich gebraucht werde. Ja, ich der Hirte, ihr wart meine Herde.
Ich wollt’ es nicht, doch so saht ihr mich an. Hab’s dann kapiert, man gewöhnt sich daran.
Hab’s gut gemeint. Ich hoff’, ihr habt’s gemerkt. Ihr alle habt den Rücken mir gestärkt.
Refr.: Endlich bin ich im Ruhestand, …
Von einer zur and’ren Sitzung gejagt. Oft hab’ ich mich darüber laut beklagt!
Aber wäre es anders gewesen, hätt’ ich euch die Leviten gelesen.
Hab’ oft gesagt, es läuft auch ohne mich. Daran geglaubt hab’ ich niemals wirklich.
Mehr Bescheidenheit wär’ manchmal richtig. Denn oft nimmt man sich selbst auch zu wichtig.
Refr.: Endlich bin ich im Ruhestand, …
Nun lass ich euch dort, wo ihr g’rade seid. Leb’ jetzt frei, koste aus meine Zeit.
Viel Glück für euch auf eurem neuen Weg. Muss nicht mehr mit – ein Riesenprivileg
Eure Zukunft – nein, meine wär’ sie nicht. Ich seh’, dass vieles auseinanderbricht.
So gehe ich und tu’s auch mit Sorgen. Wünsch’ euch, ihr fühlt euch in Gott geborgen.
Refr.:
Endlich bin ich im Ruhestand, in dem ich dich als Mitte fand.
Endlich bin ich im Ruhestand, in dem ich dich als Mitte fand.
Endlich bin ich im Ruhestand, in dem ich dich als Mitte fand.
Woll’n vieles nun gemeinsam, oft unterwegs dann auch ausruh’n.
Statt „Ich“ und „Du“ bleibt unser „Wir“. Lieben das Leben jetzt und hier.
Gemeinsam schau’n wir beide weit. Nun kommt für uns die schönste Zeit.
Gemeinsam schau’n wir beide weit.Nun kommt für uns die schönste Zeit.
Wieder in Taizé
Hab’ mich gefreut auf’s Wiederseh’n, natürlich warst du längst schon da.
Traf dich am Sonntag in Taizé, du junge Frau hinterm Altar.
Du deckst den Tisch mit Brot und Wein. Gern schau’ ich dir in dein Gesicht.
Und ich sehe deine Freude; deine Behind’rung seh’ ich nicht.
Und ich merke, ich bin wieder in Taizé, bin zu Hause hier.
Freu’ mich an den vielen Menschen; so wie sie sind, Gott zeigt sie mir.
Und auch dich, mein Bruder treffe ich montags in dem großen Zelt.
Auch bei dir spür’ ich die Freude, lachst und erzählst von Gott und Welt.
Anfangs merk’ ich, ich versteh’ nicht; doch ich hör’ dir einfach zu.
Schaffst es, mir mein Herz zu öffnen; schwere Gedanken finden Ruh’
Und ich merke, ich bin wieder in Taizé, mein Schritt wird fest.
Ich atme tief, ich atme frei, weil Gott mich wie ich bin sein lässt.
Dann treff’ ich dich, mein alter Freund mal wieder hier an diesem Ort.
Ohne uns abzusprechen, war’n wir oft gemeinsam dort.
Wie oft hast du mir geholfen, wenn ich mal keine Worte fand.
Darum sag’ ich mit diesem Lied einfach mal so „Herzlichen Dank!“
Ja ich merke, ich bin wieder in Taizé, werd’ reich beschenkt.
Habe Menschen hier im Herzen, die mich auf meinen Weg gelenkt.
Und auch du, du alte Kirche, findest in meiner Seele Platz.
Immer trage ich dich mit mir; bist für mich ein großer Schatz.
Wie oft schließ’ ich meine Augen und träume mich in dich hinein.
Dann spür ich, alles wird leichter; Schweres leg’ ab ich, es bleibt dein.
Ich merke, selbst wenn ich nicht hier bin in Taizé, ist gar nicht schwer.
Denn ich komme ja so lange ich kann, gern immer wieder her.
Ich merke, selbst wenn ich nicht hier bin in Taizé, ist gar nicht schwer.
Denn ich komme ja so lange ich kann, gern immer wieder her.
Alles kommt, alles geht
Refr.:
Alles kommt, alles geht. Alles wächst und vergeht. Die Blüte mittendrin gibt allem den Sinn.
Nutz‘ den Moment; sieh die Zeit, wie sie rennt, und genieß‘ dein Geschenk, das sich Leben nennt.
Erinnerst du dich an die Frühlingszeit. Nebel lichtet sich, Blick wird wieder weit.
Jedes Grau weicht, Welt wird wieder bunt; alles steht auf aus frischem Grund.
Wann war dein Frühling, beschreib‘ deine Zeit. Was wuchs in dir, war dein Blick auch weit?
Was wurd‘ dir Wurzel, wer gab dir Kraft? Wer stärkte dein Leben, dass du so vieles schaffst?
Refr.: Alles kommt, …
Erinnerst du dich an die Sommerzeit. Die Sonne lacht, weit weg alles Leid.
Welt blüht auf, freut sich an sich selbst. Ja, sie gibt sich und du erhältst.
Hast du vor Augen deine Sommerzeit? Hast du genossen, wovon dich befreit?
Haben dich Freude und Lachen gelenkt? Hast du‘s verteilt, hast du’s verschenkt?
Refr.: Alles kommt, …
Erinnerst du dich auch noch an den Herbst? Wolken zieh‘n auf, das Laub sich schon färbt.
Das Laub es fällt, deckt alles zu. Vieles was war, es kommt zur Ruh‘.
Wie hast denn du deinen Herbst selbst erlebt? Hast du an dem, was war, zu lang‘ geklebt?
War loszulassen deine Fähigkeit? War Ruhe zu spür’n, für dich Möglichkeit?
Refr.: Alles kommt, …
Erinnerst du dich an die Winterzeit? Alles wird still, manchmal sogar weiß.
Die Welt, sie wird kalt, von Schwerem erdrückt. Doch sie ahnt das Glück, es kommt bald zurück!
Wie ist dein Winter, ist er dir auch kalt? Spürst du die Trauer und fühlst du dich alt?
Sind dir auf einmal die Gedanken schwer? Fühlst du die Freude, werden Sorgen mehr?
Refr.: Alles kommt, …
Ja, und wo immer du auch g’rade stehst, denk‘ dran, alles kommt, um auch zu vergeh‘n.
Für die Erkenntnis ist es nie zu spät, hast mit deinem Leben so vieles gesät.
Ich wünsch‘ dir Lachen, wünsch‘ dir tiefes Glück. Schaue auf alles dankbar zurück.
Zukunft fängt immerfort heute erst an, und deine Spuren bleiben lebenslang.
Refr.: Alles kommt, …
Klagelied
Klagelieder wollt’ ich auch mal schreiben, so viele habe ich manchmal im Sinn.
Aber dann lass‘ ich’s doch lieber bleiben, weil ich merk’, dass ich einfach glücklich bin.
Oft sind da die vielen leisen Zweifel, ob denn mein Leben wirklich mir gelingt.
Und dann dauert es manchmal so lange, bis ich merk, dass sowas gar nichts bringt.
An manchen Tagen wach’ ich ganz früh auf mit dem Gefühl, es tut mir alles weh.
Spätestens dann tu’ ich mir selbst so leid, wenn ich da steh’ und in den Spiegel seh’.
Refr.:
Nein, Klagelieder kann ich nicht. Drum lass ich‘s lieber bleiben.
Doch wenn ich schon mal dran bin, sing ich dies‘ Lied auch bis zum End, damit ihr‘s zumindest kennt.
Natürlich kann ich auch kräftig granteln. Was du auch sagst, ich mach’ es einfach mies.
Eigentlich bin ich doch ein ganz Lieber. Doch manchmal bin ich zu dir so fies.
Es gibt Menschen, da schüttle ich den Kopf. Allein wenn ich ihnen nur zuhöre,
weil sie alles und noch besser wissen, und ich mich an ihrer Dummheit störe.
Refr.: Nein, Klagelieder kann ich nicht, …
Könnt’ noch Stroph’ um Stroph’ hier weiter klagen. Doch halt’ ich ein, denn’s kommt mir in den Sinn.
Ich schau auf mich, und schnell erkenn ich dann, dass ich nicht besser – auch nicht schlechter – als alle and’ren bin!
Refr.: Nein, Klagelieder kann ich nicht, …
Nein, Klagelieder kann ich nicht, …
An meine Eltern
So lange, Mutter, bist du nun schon fort. Du warst nie mit mir hier an diesem Ort.
Bist natürlich im Herzen mit mir hier. So gut zu spür’n, dass ich dich nie verlier’.
Hast mich umsorgt, warst für mich großes Glück, doch dann zogst du dich in dich selbst zurück.
Lachen bei deinen letzten Worten hier. Was ist dein Wunsch? – Ein Letztes Bier bei Schnier!
Mutter, ich danke dir. Mutter, du bleibst in mir.
Endet hier auch unsere Zeit. Wie schön, dass Liebe immer bleibt.
Vater, ich seh’ dich an diesem Ort. Zusammen waren wir beide oft dort
auf der Terrasse bei Georges in Taizé. Nun bist du fort, und es tut noch immer weh.
Du, mein Vater, mein bester Freund warst du. Das geb’ ich hier ganz unumwunden zu.
Haben geweint, doch immer mehr gelacht. Ich sag’ es heut’, du hast es gut gemacht.
Vater, ich danke dir. Vater, du bleibst in mir.
Endet hier auch unsere Zeit, wie schön, dass Liebe immer bleibt.
Ihr beide ward für mich großes Geschenk. Ich lächle, wenn ich an euch beide denk’.
Mutter, konnst’ für mich zur Löwin werden. Vater, warst mein Vorbild hier auf Erden.
Ich bin so stolz, dass ihr mir Eltern bleibt. Darum dank’ ich euch hier für alle Zeit.
Und ich wünsch’ es mir wirklich inniglich Seid bitte auch ein wenig stolz auf mich!
Eltern, ich danke euch. Eltern, ihr bleibt in mir.
Endet hier auch unsere Zeit, wie schön dass Liebe immer bleibt.
Eltern, ich danke euch. Eltern, ihr bleibt in mir.
Endet hier auch unsere Zeit, wie schön dass Liebe immer bleibt.
Trennungsschmerz
Wir kennen wir uns nun schon so lang, eigentlich schon von Anbeginn.
Doch zuletzt hast du mich enttäuscht, alles Vertrauen ist nun hin.
Weißt du noch, wie‘s früher war, wir beide waren lange eins.
Doch ich hab‘s lange schon gespürt, bist irgendwie gar nicht mehr meins.
Refr.: La la la la la la, la la la la la la.
Unschlagbar waren wir so lang, erfolgreich war für uns die Zeit.
Hoch hinaus und es gelang uns, wir beide kamen sehr, sehr weit.
So oft hab‘ ich dich gefordert, ich weiß, manchmal für dich zu viel.
Hast getragen so geduldig, Wir kamen immer gut ans Ziel.
Refr.: La,la,la,la,la, …
Oft durch dick und dünn gegangen, gemeinsam wurden wir dann alt.
Nun muss ich mich von dir trennen, ich fürchte, es geschieht schon bald.
Passen wohl nicht mehr zusammen. Hab‘ das Gefühl, es geht nicht mehr.
Ich weiß jetzt schon, ich werd‘ heulen, denn diese Trennung fällt mir schwer.
Refr.: La,la,la,la,la, …
Eines werd‘ ich dir versprechen, hab‘ dich geliebt, vergess’ dich nie.
Schließlich warst du doch so lange
ja, du warst es schon so lang.
Refr.: La,la,la,la,la, …
Eines werd‘ ich dir versprechen, hab‘ dich geliebt, vergess dich nie.
Schließlich warst du doch so lange mein so geliebtes rechtes Knie.
Kennst du das auch?
Kennst du das auch, wenn Gedanken unaufhörlich kreisen?
Kennst du das auch, dass alle Kraft dich oft verlässt?
Kennst du das auch, dass Tage dir einfach entgleiten?
Kennst du das auch, dass dein Schicksal dich erpresst?
Kennst du das alles auch? Kennst du das alles auch?
Kennst du das auch, Selbstzweifel, ob dich noch jemand liebt?
Kennst du das auch, dass du einfach nur noch Trauer spürst?
Kennst du das auch, wenn alle tun, als ob’s dich nicht mehr gibt?
Kennst du das auch, dass du nur in deinen Wunden wühlst?
Kennst du das alles auch? Kennst du das alles auch?
Kennst du das auch, dass dein Leben auf dem Weg in eine Wüste ist?
Kennst du das auch, dass die Mauern um dich zu hoch sind?
Kennst du das auch, dass du oft meinst, dass man dich vergisst?
Kennst du das auch, deinen Wunsch, du wärest wieder Kind?
Kennst du das alles auch? Kennst du das alles auch?
Wenn du das alles kennst, Augen auf, um neu zu seh’n!
Wenn du das alles kennst, versuch’ neu zu versteh’n,
dass dich das Leben dennoch liebt, weil es dich doch nur einmal gibt.
Steh’ endlich auf und starte neu. fass’ neuen Mut, leg’ ab die Scheu.
Weil immer etwas geht, Weil immer etwas geht.
Für Neuanfänge ist es nie zu spät. Für Neuanfänge ist es nie zu spät.
Daheim
Wenn ich wand’le unter Palmen kann es mal passieren
das mein Kopf mit einem Stamm Bekanntschaft macht.
Beim Liegen auf dem Meer, ganz in Gedanken versunken
denk‘ ich an meinen Gartenstuhl zuhaus.
Ja, und ohne es zu merken wär‘ ich abgesunken.
Zum Glück ist mir Salzwasser stets ein Graus.
Ich singe hier für die Daheimgebliebenen
Die gibt es wirklich, glaubt es mir: es stimmt!
Die in der Ferne werden zu Getriebenen
Ja für alle die so gerne und das nicht nur in der Ferne,
ja für alle, die so gern zu Hause sind.
Es muss nicht immer Kaviar sein, wo kämen wir da hin
Nicht immer muss der Chefkoch ran, wo wär denn da der Sinn.
Doch ohnen diesen süßen Duft, der aus der Küche kommt,
wenn du den warmen Kuchen aus dem Ofen nimmst.
Möchte ich auf dieser Erde nicht mehr wandeln müssen
Ich bin mir ewig sicher, ja das stimmt.
Ich singe hier….
Jeder der mich kennt, der weiß ich fahre gerne Rad
auch wenn das meine Knochen anders sehen.
Wie oft schon fand ich mich nach einem Sturz am Boden wieder
und konnt‘ dann höchstens noch nach Hause geh’n.
Du kamst mir meist entgegen, hast mich schnell verbunden
Du lachtest, auch wenn dir dein Herz blieb steh’n.
Ich singe hier ….
Je mehr ich daran denke, wird mir eins doch klar
Ich wusste es schon lange, ganz bestimmt.
Bin ich auf dem Gipfel, am Meeresstrand, es macht mir gar nichts aus
Überall bin ich doch gerne und das nicht nur in der Ferne,
denn wo du bist, ja da ist mein Zuhaus.
Denn wo du bist, ja da ist mein Zuhaus.
An meine Kinder
Habe jeden Tag so gern mit euch gelebt, Es ist die Liebe, die uns trägt und trug.
Ich weiß es, davon krieg ich nie genug. Dank’ euch noch heut für das, was ihr mir gebt.
Es kommt der Punkt, vielleicht kommt er schon bald, war für euch da, doch langsam dreht es sich.
Vertrau’ auf euch, dann seid ihr da für mich. Denn ich merke, nun werd’ ich langsam alt.
Für mich ward und bleibt ihr einfach Segen! Dafür sagt „Danke“ dieses Lied mit mir.
So soll es bleiben!
Für mich ward und bleibt ihr Segen! Und ich sag’ Dank mit diesem Lied für euch!
Für immer soll’s so bleiben!
Erinnert euch, es war nicht immer leicht. Auf gute Tage folgte schwere Zeit.
Aber gemeinsam kamen wir doch weit. Eure Ziele, ihr drei habt sie erreicht.
Nicht Angst und Sorgen, die mich bewegen. Denk’ ich an euch, füllt sich mit Dank mein Herz.
Da ist nur Freude, weit weg jeder Schmerz. Für mich ward und bleibt ihr einfach Segen!
Für mich ward und bleibt ihr einfach Segen! Dafür sagt „Danke“ dieses Lied mit mir, so soll es bleiben!
Für mich ward und bleibt ihr Segen! Und ich sag’ Dank mit diesem Lied!
Für euch! Für immer soll’s so bleiben!
Für mich ward und bleibt ihr einfach Segen! Dafür sagt „Danke“ dieses Lied mit mir.
So soll es bleiben!
Für mich ward und bleibt ihr Segen! Und ich sag’ Dank mit diesem Lied für euch!
Für immer soll’s so bleiben!
Und ich sag’ Dank mit diesem Lied für euch!
Für immer soll’s so bleiben!
Es wird Zeit
Die Sonne scheint, der Himmel blau; du siehst die Farben nicht. Fühlst in dir da brennt kein Licht.
Wirst aus dir selbst einfach nicht schlau, wirst aus dir selbst einfach nicht schlau.
Ein Vogel singt sein schönstes Lied. hast für ihn kein offenes Ohr, Gefühle sind grad außen vor,
So vieles, was dich runterzieht, so vieles, was dich runterzieht.
Refr.:
Es wird Zeit, wieder aufzusteh’n. Es wird Zeit, wieder fest zu geh’n.
Es wird Zeit, wieder hinzuseh’n. Es wird Zeit, um neu zu leben.
Es wird Zeit, um neu zu leben.
So viele Blumen auf dem Feld; wiegen sich, die Welt wird bunt. eigentlich ist da kein Grund
für dich zu glauben, dass du fällst, für dich zu glauben, dass du fällst.
Warum stehst du so neben dir? Was macht’s, dass du dich so klein fühlst? Solang’ du im Vergangenen wühlst,
verpasst du Leben jetzt und hier, verpasst du Leben jetzt und hier.
Refr.: Es wird Zeit …
Dann kommt der Punkt, und er kommt bald, dass du dich so nicht aushältst, alles Schwere weit weg wälzt,
dein eig’nes Leid an dir abprallt, dein eigenes Leid an dir abprallt.
Dann ist dein Lachen wieder da. Schaust neu hin, hörst wieder zu. Die Seele findet wieder Ruh’
und du sagst neu zum Leben „Ja“! Und du sagst neu zum Leben „Ja!
Ruhestand II
Jetzt bin ich endlich auch im Ruhestand, in dem ich selbst noch keine Ruhe fand.
Früher bin ich auch so oft rumgerannt. Ist mir jetzt schon gänzlich unbekannt.
So hab’s ich am Anfang noch gehofft. Doch es kommt, so weiß man’s, anders oft.
Denn sie hat mich wohl anders eingestuft. Ich wache auf und hör’, wie sie mich ruft.
So, heut hilfst du mir im Gemüsebeet. Mäh’ dann den Rasen, sonst ist es zu spät.
Bitte denke ans Einkaufen. Und schon wieder fang’ ich an zu laufen.
Hab’ gekocht, mich dann auf die Couch gelegt. Du steht vor mir: „So, jetzt wird sich bewegt.
Keine Angst, sind ein paar Stunden nur. Freu dich, wir machen eine Fahrradtour.“
Und abends dann setzt du noch einen drauf. Plan für morgen, du räumst den Keller auf.
Bist du dann unten fertig irgendwann, Geh’ nach oben, dann ist der Speicher dran.
Ich schließ die Augen, träum’ mich ins Büro. Ist nur ein Traum, ich merk’s und bin heilfroh.
Darf alles bleiben, wie es g’rade ist. Hauptsach’, dass du an meiner Seite bist.
Ich weiß, ich meck’re oft und klage laut, doch noch kann ich nicht aus meiner Haut.
Freu’ mich, dass du so aushältst mich. Dafür und mehr, sag’ ich: „Ich liebe dich!“
Jetzt bin ich endlich auch im Ruhestand, in dem ich selbst noch keine Ruhe fand.
Freu’ mich, dass du so aushältst mich. Dafür und mehr, sag’ ich: „Ich liebe dich!“
Ich freu’ mich, dass du so aushältst mich. Dafür und mehr, sag’ ich: „Ich liebe dich!“
So viel Glück in mir
Wie oft war ich in Gedanken zurück in der Vergangenheit?
Schulzeit, Jugend, erste Liebe, eine ganz wunderbare Zeit.
Viel Neil Young und auch Bob Dylan, „Mumpitz“ hieß uns‘re erste Band.
Doch da waren eig‘ne Pläne so haben wir uns bald getrennt.
Müssen so oft auch loslassen, vieles, was wir doch so geliebt.
Und wir müssen sehr aufpassen, dass niemals Schwermut uns besiegt.
Refr.:
Heut‘ fühl ich so viel Glück in mir; spür‘ die Liebe, spür‘ die Kraft.
Sie kehrt nun Stück‘ für Stück’ zurück, die Schwermut ist nun abgeschafft.
Geh‘ endlich wieder aus mir raus. Freu‘‘ mich am Leben, mach‘ ‘was draus.
Geh‘ endlich wieder aus mir raus. Freu‘‘ mich am Leben, mach‘ ‘was draus.
Studienzeit und dann Examen; Berufung wurde zum Beruf.
Kirche wollte ich verändern; wollt‘ sie so, wie Gott sie schuf.
Dann kamt ihr, meine drei Kinder; größtes Geschenk wart ihr für mich.
Kinderzeit ein Wimpernschlag nur, denn Zeit anhalten kann ich nicht.
Müssen so oft auch loslassen, vieles, was wir doch so geliebt.
Und wir müssen sehr aufpassen, dass niemals Schwermut uns besiegt.
Refr.: Heut‘ fühl ich so viel Glück in mir; …
36 Jahre war ich, euch, meine Lieben, nah.
Dunk‘le Wolken aufgezogen, plötzlich war das Gewitter da.
Arbeit stets an erster Stelle, kostete einen hohen Preis.
War natürlich auch mitschuldig, das ist es, was ich heute weiß.
Müssen so oft auch loslassen, vieles, was wir doch so geliebt.
Und wir müssen sehr aufpassen, dass niemals Schwermut uns besiegt.
Refr.: Heut‘ fühl ich so viel Glück in mir; …
Aufgewacht bin ich heut‘ morgen, auf einmal fühlte ich mich leicht.
Ließ sie fallen meine Sorgen, jemand hat mir die Hand gereicht.
Du liegst neben mir und hältst mich, lächelst mich an, die Sonne scheint.
Trübe Gedanken sie verzieh’n sich, wenn man sein Glück nicht mehr verneint.
Müssen auch einmal festhalten, was wir lieben, jetzt und heut‘.
Und wir müssen auch zulassen, wenn das Herz laut singt, sich freut.
Refr.: Heut‘ fühl ich so viel Glück in mir; …
Heut‘ fühl ich so viel Glück in mir; …
Freu‘‘ mich am Leben, mach‘ ‘was draus.
Denk’ gern zurück
Du guter Freund, den ich fast täglich sah, warst guter Geist, hast viel für mich gemacht.
Brauchte ich dich, dann warst du immer da. Oft haben wir bei kühlem Bier gelacht.
Junge Menschen durfte ich begleiten. Auch mit den Alten war ich auf dem Weg
durch die guten und die schweren Zeiten. So vieles habt ihr mir ins Herz gelegt.
Refr.:
Euch zu sehen, war wirklich schön. Hab’ mich gefreut, mit euch zu geh’n.
Doch mach’ ich nun Schluss damit. Dass ihr’s versteht, darum ich euch bitt’.
Denk’ gern an jeden Tag mit euch zurück. Ja jetzt genieß’ ich mein spätes Glück,
Denk’ gern an jeden Tag mit euch zurück. Und genieße jetzt still mein spätes Glück.
Ihr, die ihr mich so lang getragen habt, euch dank’ ich sehr, gingen gemeinsam weit,
ging’s mir mal schlecht, dass ihr auf mich achtgabt. Ich werd’ nun geh’n; doch schön, daß ihr noch bleibt.
Ihr da oben habt’s mir nicht leicht gemacht. Ließ manches zu, für das ich mich heut’ schäm’.
Hab’ das Gefühl, bin zu spät aufgewacht. Sing’s frei heraus, sing’ aber auch trotzdem:
Refr.: Euch zu sehen, …
Euch zu sehen, war wirklich schön. Hab’ mich gefreut, mit euch zu geh’n.
Doch mach’ ich nun Schluss damit. Und genieße jetzt still mein spätes Glück.
Ich danke dir
Schau’ in den Himmel und ich sehe dich. Riech’ an der Blume und ich rieche dich.
Ich fühl’ die Sonne und ich fühle dich. Kann nur so sein, denn ich liebe dich!
Hör’ Vögel singen und ich höre dich. Genieß’ das Leben, ich genieße dich.
Male ein Bild und ich male dich. Kann nur so sein, denn ich liebe dich.
Möcht’ weitergehen und ich geh mit dir. Ahne die Zukunft, ahn’ sie nur mit dir.
Neues entdecken, ich entdeck’s mit dir. Ich bin dankbar und ich danke dir.
Liebe leben, ich leb’ sie mit dir. Ganz laut lachen, lach’ so gern mit dir.
Möchte träumen, träum’ so gern mit dir. Ja ich bleib’ dankbar, Schatz, ich danke dir!
Ja ich bleib’ dankbar, Schatz, ich danke dir!
Dankbarer Abgesang
Em leeres Buch du schenkst es mir, von vielen ist es eins.
Viele and‘re gab es schon davor, doch missen möcht‘ ich keins.
Jedes Buch etwas Besond‘res, keines sieht wie‘s and‘re aus.
Schlug ich es auf, war es noch leer, doch am Schluss kam Gutes raus.
Eigentlich sollt‘s schwer mir werden, doch ich fühl‘ mich einfach leicht.
Denn ich weiß, alleine bin ich nicht; hast mir deine Hand gereicht.
Frohgelaunt und Hand in Hand geh‘n wird beide Schritt für Schritt.
Nehmen an, was kommt, gemeinsam; die wir lieben, gehen mit.
Refr.:
Was ich schreiben wollte, ist geschrieben. Breite mein Leben aus vor dir.
Was ich singen wollte, wird gesungen. Sing‘ es euch, auch sing‘ ich‘s mir.
Was ich schreiben wollte, ist geschrieben. Breite mein Leben aus vor dir.
Was ich singen wollte, wird gesungen. Sing‘ es euch, auch sing‘ ich‘s mir.
Weiß gar nicht mehr, wie es begonnen, vielleicht war ich übervoll.
Meine Freude, meine Liebe, die ich mit euch teilen wollt‘.
Natürlich auch mal meinen Kummer, immer schwingt die Seele mit.
Raus sind jetzt meine Gedanken, mach’ mich für den Endspurt fit.
Nun kost‘‘ ich aus die Zeit, die bleibt; am Horizont wartet Freund Hein.
Ich bin versöhnt auch mit mir selbst und hoff‘ er, wird mir gnädig sein.
Vom ersten bis zum letzten Buch kommt eine lange Reis‘ zur Ruh.
Letzte Seit’ ist bald erreicht, dankbar klapp‘ ich das Buch nun zu.
Refr.: Was ich schreiben wollte, ist geschrieben. …
Was ich schreiben wollte, ist geschrieben. Breite mein Leben aus vor dir.
Was ich singen wollte, wird gesungen. Sing‘ es euch, auch sing‘ ich‘s mir.
Danke euch für eure Liebe; habt mich beschenkt, ich fühl mich reich.
Doch ich halt’ jetzt mal den Mund. Hör’ auf mein Herz, das sagt: Jetzt reicht’s!